Ideen entwickeln – Kreativitätstechniken
Führung bedeutet, ständig neue Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Jeder kann kreativ sein und mit wenigen Techniken neue Lösungen finden. Denn Kreativität bedeutet nichts weiter, als bekannte Dinge oder Ideen, die vorher nicht miteinander verknüpft waren, zu etwas Neuem zu verbinden.

Meist geht es also nicht darum, etwas völlig Neues aus dem Nichts zu erschaffen. In unserem Informationsblog finden Sie grundlegende Tipps zu möglichen Kreativitätstechniken. In erster Linie kommt es jedoch darauf an, Ihren eigenen Ideenfindungsstil zu entwickeln: Erlaubt ist, was Ideen produziert.

 

Ideen entwickeln - Kreativitätstechniken

Den Prozess moderieren – Ideen entwickeln – Kreativitätstechniken

Wichtig für den Erfolg ist ein Moderator. Er fungiert als Schiedsrichter und achtet auf die Einhaltung der Regeln, damit Vorgesetzte (Sie eingeschlossen!) nicht das Zepter in die Hand nehmen. Zudem protokolliert er alles. Um eine Aufgabe zu lösen, muss man sie zuvor klar definieren und eingrenzen.

Dieses Ziel dürfen Sie nie aus den Augen verlieren. Alle Teilnehmer an der Ideenentwicklung müssen sich über Problem und Zielsetzung verständigt haben: So können alle an einem Strang ziehen. So sollte der Moderator zu Beginn der Ideensuche unbedingt die Aufgabenstellung (am besten als Frage) in wenigen Worten für alle sichtbar auf eine Tafel oder dergleichen schreiben.

Im weiteren Verlauf hat er die Aufgabe, den Prozess immer wieder mit Fragen anzuregen.

 

Ideen brauchen Raum – Ideen entwickeln – Kreativitätstechniken

  • Wer neue Ideen entwickeln will, braucht kreative Freiräume: Klinken Sie sich für die Dauer der Ideenfindung aus dem Alltag aus.
  • Stellen Sie also das Telefon auf einen Mitarbeiter oder den Empfang um, und stehen Sie in der Zeit auch nicht für persönliche Anfragen zur Verfügung.
  •  Das A und O der Ideenfindungsphase: Sie dürfen und sollen unbeeinflusst von Fragen nach Machbarkeit, Umsetzbarkeit und Kosten arbeiten. Totschlag-Argumente wie „Geht nicht“, „Kostet zu viel“ oder „Haben wir nie so gemacht“ ersticken jede Idee im Keim und sind deshalb fehl am Platz.
  • Genau das Gegenteil muss gelten: Alles ist erlaubt; Sie sind geradezu verpflichtet, das Unmögliche zu denken.
  • Je verrückter eine Idee ist, umso eher verlässt man das Gefängnis herkömmlicher Sichtweisen.

 

Ideen brauchen Zeit – Ideen entwickeln – Kreativitätstechniken

  •  Sorgen sie rechtzeitig dafür, dass alle Teilnehmer einer Kreativsitzung vorab alle nötigen Informationen erhalten. Alle Teilnehmer müssen sich für den Termin ein entsprechendes Zeitfenster freihalten.
  • Sitzungen, in denen länger als 45 Minuten wirklich kreativ gearbeitet wird, führen oft zu nichts: Setzen Sie lieber einen neuen Termin an.

 

Der Klassiker: Brainstorming

Brainstorming ist das erprobte Mittel, um Ideen zu entwickeln und zu sammeln.

  • Setzen Sie sich mit Kollegen oder Freunden zusammen, und beschreiben Sie kurz Ihre Ausgangsposition. Beispiel: Wir suchen einen Namen für ein neues Produkt.
  • Wenn es sich mit einem Gegenstand in Verbindung bringen lässt, bringen Sie ihn mit, und legen Sie ihn mitten auf den Tisch.
  • Dann dürfen alle losreden. Innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens sollen möglichst viele Ideen zusammenkommen, die Sie ungeordnet für alle sichtbar auf Flipchart oder Tafel notieren.
  • Dauer: 20 bis 40 Minuten. Teilnehmer: 5 bis 7. Material: Flipchart, Wandtafel, dicke Stifte.

 

Die Kopfstand-Technik – Ideen entwickeln – Kreativitätstechniken

Das Problem unter neuen Perspektiven sehen und neue Ansätze entwickeln. Die Aufgabe wird auf den Kopf gestellt, also in ihr Gegenteil verkehrt. Die Beschäftigung mit der neuen, entgegengesetzten Frage öffnet neue Horizonte und hilft, eingefahrene Wege zu verlassen.

  • Zu Beginn definieren Sie den Ist-Zustand und legen ein Ziel fest.
  • Dann wird die Aufgabenstellung umgedreht. Aus der Frage „Wie steigere ich die Zufriedenheit meine Kunden?“ wird: „Wie gelingt es mir, meine Kunden möglichst unzufrieden zu machen?“
  • Quantität geht vor Qualität. Je mehr Ideen, desto besser. Außergewöhnliche Ideen sind ausdrücklich erwünscht. Statistisch gesehen ist die 68. Idee die beste.
  • Nun sammeln Sie zu jeder Idee Gegenlösungen, indem die Frage wieder ins Positive übersetzt wird: „Wie steigere ich die Zufriedenheit meiner Kunden?“ oder „Wie schaffe ich eine dauerhafte Kundenbindung?“
  • Bauen Sie auf anderen Ideen auf. Es gibt kein persönliches Anrecht auf eigene Ideen.
  • Dauer: 30 bis 45 Minuten.
  • Teilnehmer: 3 bis 6.
  • Material: Flipchart, Wandplakat, große Stifte.

 

Seien Sie ungewöhnlich

  • Keine Idee ist schlecht. Alles darf gesagt werden, auch wenn es noch so unsinnig erscheint. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Bewertet wird später. Jetzt also noch keine Kritik, kein Lob und keine Diskussionen!
  • Machen Sie die Kreativsitzungen an einem ungewöhnlichen Ort (Kloster, Wald, auf einem Schiff), das erleichtert es, die gewohnten Bahnen zu verlassen. Nehmen Sie sich vorab ein wenig Zeit zum Entspannen oder für ein gemeinsames Mittagessen zur Einstimmung.

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