Soziale Arbeit zählt zu den Berufsgruppen, in denen Burnout und psychische Belastung besonders häufig auftreten. Statistiken aus unterschiedlichen Studien und Berichten zeigen, dass Fachkräfte dieser Branche oft stärker von Erschöpfung, emotionaler Belastung und krankheitsbedingten Ausfallzeiten betroffen sind als Beschäftigte in vielen anderen Berufen.
1. Burnout‑Risiko in der Sozialen Arbeit
Der Arbeitsalltag in der Sozialen Arbeit ist oft geprägt von hoher emotionaler Belastung, komplexen Klientenfällen, Zeitdruck und hoher Verantwortung – Faktoren, die das Risiko für Burnout deutlich erhöhen.
Studien zeigen:
- Etwa 45 % aller Sozialarbeiter*innen berichten von hohen Burnout‑Belastungen – viele sind emotional erschöpft oder fühlen sich dauerhaft ausgelaugt. (ZipDo)
- Rund 66 % erleben emotionale Erschöpfung, einen zentralen Indikator für Burnout. (ZipDo)
- In manchen Arbeitsfeldern berichten bis zu 75 % der Sozialarbeitenden über Burnout‑Symptome. (ZipDo)
- Etwa 50 % der Beschäftigten haben Überlegungen, ihren Beruf wegen Burnout aufzugeben. (ZipDo)
Diese Zahlen zeigen, dass Burnout in diesem Beruf nicht die Ausnahme ist, sondern für viele fast schon zur Realität gehört.
2. Burnout im internationalen Vergleich und in speziellen Feldern
Je nach Arbeitsfeld und Arbeitsbedingungen variieren die Zahlen:
- Im Krankenhaussozialdienst in Deutschland geben über 42 % der Befragten an, sich häufig oder immer emotional erschöpft zu fühlen – deutlich über dem Durchschnitt vieler anderer Berufe. (Presseportal)
- 33,9 % berichten regelmäßig von körperlicher Erschöpfung. (Presseportal)
- Burnout‑Symptomwerte (auf einer standardisierten Skala) liegen für Sozialdienst Beschäftigte signifikant höher als im gesamtgesellschaftlichen Durchschnitt. (Uni Kassel)
Auch andere Befragungen international zeigen:
- Ein Drittel der Fachkräfte der Sozialen Arbeit ist dem Risiko eines Burnouts nahe oder zeigt entsprechende Anzeichen. In Teilen der Schweiz berichten sogar über 50 % von emotionaler Erschöpfung. (Nau)
3. Burnout und Arbeitsunfähigkeit
Statistische Daten über krankheitsbedingte Ausfälle verdeutlichen ebenfalls die Belastung:
- In Deutschland gehören Berufe der Sozialarbeit und Sozialpädagogik zu den Top‑Berufsgruppen mit den meisten Arbeitsunfähigkeitstagen aufgrund psychischer Störungen, einschließlich Burnout. (Opus BSB-W профиль)
- Sozialarbeitende waren im Jahr 2021 durchschnittlich über 31 Tage wegen Burnout‑Diagnosen arbeitsunfähig, deutlich über vielen anderen Berufsgruppen. (Springer Nature Link)
Diese hohen Zahlen zeigen, dass Burnout nicht nur subjektives Belastungserleben ist, sondern auch messbar reale gesundheitliche und ökonomische Auswirkungen hat.
4. Einflussfaktoren: Warum sind Sozialarbeiter*innen besonders betroffen?
Burnout in der Sozialen Arbeit ist ein multifaktorielles Problem. Wichtige Einflussfaktoren sind:
- Emotionale Belastung durch die Arbeit mit Menschen in Krisen und Notlagen
- Hohe Arbeitsintensität und Zeitdruck
- Teilweise unzureichende personelle Ressourcen
- Fehlende Anerkennung und geringe Handlungsspielräume
- Präsentismus (Arbeiten trotz Krankheit), der bei über 70 % der Sozialarbeitenden im Krankenhaussozialdienst berichtet wurde. (Presseportal)
Gerade diese Kombination von hoher emotionaler Verantwortung und relativ geringen Ressourcen kann langfristig zu chronischer Erschöpfung führen.
5. Fazit
Statistische Daten verdeutlichen:
- In der Sozialen Arbeit sind Burnout‑Symptome erheblich verbreitet – 40–75 % der Fachkräfte erleben hohe Belastungen. (ZipDo)
- Viele Sozialarbeitende fühlen sich emotional oder körperlich erschöpft. (Presseportal)
Burnout führt zu deutlichen gesundheitlichen und arbeitsmarktbezogenen Konsequenzen, etwa vielen Arbeitsunfähigkeitstagen. (Springer Nature Link) - Die hohe Belastung lässt sich durch Anforderungen, Ressourcenmangel und Arbeitsbedingungen erklären.
Kurz gesagt: Burnout ist in sozialen Berufen weit verbreitet und betrifft einen großen Teil der Beschäftigten. Die Statistik macht klar: Es braucht strukturelle Unterstützung, Prävention und gesunde Arbeitsbedingungen – nicht nur individuelles Stressmanagement.
Wenn du möchtest, kann ich den Beitrag auch auf Deutschland fokussieren, Maßnahmen gegen Burnout oder Präventionsstrategien für soziale Berufe ergänzen.