Gehaltstabelle Deutschland: Durchschnitte & Einstiegsgehälter nach Beruf 2026

Wie viel verdient man in Deutschland im Jahr 2026? Die Antwort hängt stark vom Beruf, der Qualifikation, der Branche, der Berufserfahrung und dem Wohnort ab. Zwischen einzelnen Tätigkeiten können beim Bruttogehalt mehrere Tausend Euro pro Monat liegen.

Für eine realistische Einschätzung sollte man außerdem zwischen Durchschnittsgehalt, Mediangehalt und Einstiegsgehalt unterscheiden. Besonders der Median ist hilfreich, weil extrem hohe Einkommen den klassischen Durchschnitt nach oben ziehen können.

Gehalt in Deutschland 2026: Die wichtigsten Zahlen

Nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes verdienten Vollzeitbeschäftigte im April 2025 durchschnittlich 4.784 Euro brutto im Monat ohne Sonderzahlungen. Männer kamen auf 4.980 Euro, Frauen auf 4.366 Euro.

Die Bundesagentur für Arbeit weist für 2025 bei sozialversicherungspflichtigen Vollzeitbeschäftigten ein Medianentgelt von 4.217 Euro brutto im Monat aus. Damit lag die Hälfte der Beschäftigten unter beziehungsweise über diesem Wert.

Auch beim Jahresverdienst zeigt sich ein ähnliches Bild: Der Median des Bruttojahresverdienstes einschließlich Sonderzahlungen lag 2025 bei 54.066 Euro.

Kennzahl Deutschland Wert
Durchschnittliches Monatsgehalt Vollzeit 4.784 € brutto
Medianentgelt Vollzeit, 2025 4.217 € brutto
Durchschnitt Männer, April 2025 4.980 € brutto
Durchschnitt Frauen, April 2025 4.366 € brutto
Median-Jahresverdienst inkl. Sonderzahlungen 2025 54.066 € brutto
Einstiegsgehalt laut Stepstone 2026 46.250 € brutto/Jahr

Wichtig: Die Werte stammen aus unterschiedlichen Erhebungen und sind deshalb nicht unmittelbar gleichzusetzen. Das gilt insbesondere für Durchschnitt und Median sowie für Monats- und Jahreswerte.

Gehaltstabelle 2026 nach Beruf

Die folgende Tabelle kombiniert aktuelle Gehaltsdaten aus dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit mit aktuellen Einstiegswerten beziehungsweise Gehaltsdaten aus Stepstone. Beim Berufswert handelt es sich grundsätzlich um Bruttowerte für Vollzeitbeschäftigte; die konkrete Vergütung kann je nach Qualifikation, Region und Arbeitgeber deutlich abweichen.

Beruf Typisches Gehalt/Median pro Jahr Einstiegsgehalt bzw. Orientierung 2026
Softwareentwickler/in ca. 73.164 € häufig über 45.000 €
Ingenieur/in je nach Fachrichtung häufig 60.000–85.000 €+ häufig 45.000–55.000 €
Statistiker/in ca. 70.764 € häufig 45.000–55.000 €
Wirtschaftsjurist/in ca. 85.716 € stark abhängig von Abschluss und Kanzlei/Unternehmen
Tierarzt/Tierärztin ca. 62.460 € häufig 40.000–50.000 €
Industriekaufmann/-frau ca. 56.544 € häufig 35.000–45.000 €
Kaufmann/-frau für Büromanagement je nach Tätigkeitsniveau etwa 36.000–50.000 € häufig 30.000–38.000 €
Techniker/in häufig 50.000–78.000 € häufig 40.000–48.000 €
Berufskraftfahrer/in häufig etwa 31.000–43.000 € häufig 30.000–36.000 €
Fachkraft Lagerlogistik stark abhängig von Branche und Tätigkeit häufig 30.000–38.000 €
Chemikant/in häufig überdurchschnittlich bis etwa 53.250 € in den ersten Berufsjahren
Kaufmann/-frau für Digitalisierungsmanagement häufig überdurchschnittlich bis etwa 53.000 € in den ersten Berufsjahren
Fachinformatiker/in Daten- und Prozessanalyse überdurchschnittlich bis etwa 49.500 € in den ersten Berufsjahren
Pflegefachkraft regional und tariflich unterschiedlich bis etwa 51.000 € in den ersten Berufsjahren

Die Werte für Softwareentwicklung, Statistik, Tiermedizin, Wirtschaftsjura, Industriekaufleute und weitere Berufe lassen sich beispielsweise im aktuellen Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit nachvollziehen. Dort werden Medianentgelte und Quartile für zahlreiche Berufsgattungen ausgewiesen.

Bei den Ausbildungsberufen hat Stepstone für die ersten drei Berufsjahre nach Ausbildungsabschluss unter anderem 53.250 Euro für Chemikantinnen und Chemikanten, 53.000 Euro für Kaufleute für Digitalisierungsmanagement und 49.500 Euro für Fachinformatikerinnen und Fachinformatiker im Bereich Daten- und Prozessanalyse ausgewiesen.

Die bestbezahlten Berufe 2026

Besonders hohe Einkommen sind in Berufen möglich, die eine hohe Qualifikation, Spezialwissen oder eine große Verantwortung voraussetzen.

Zu den besonders gut bezahlten Bereichen gehören unter anderem:

  • Medizin
  • Steuerberatung
  • Rechtsberatung
  • IT und Softwareentwicklung
  • Ingenieurwesen
  • Unternehmensberatung
  • Finanzwesen
  • Pharmaindustrie
  • Chemische Industrie
  • technische Spezialistenberufe

Beim Berufseinstieg nennt Stepstone für 2026 insbesondere Steuerberaterinnen und Steuerberater, Patentanwältinnen und Patentanwälte, Syndikus-Anwälte und Mediziner als Berufsgruppen mit besonders hohen Einstiegsgehältern.

Dabei darf jedoch nicht vergessen werden, dass beispielsweise die medizinische Ausbildung beziehungsweise Weiterbildung deutlich länger dauern kann als bei vielen Ausbildungsberufen.

Einstiegsgehalt Deutschland 2026

Das Einstiegsgehalt ist schwieriger zu bestimmen als ein allgemeines Durchschnittsgehalt. Der Grund: „Berufseinsteiger“ kann beispielsweise jemanden direkt nach einer Ausbildung, nach einem Bachelorabschluss, nach einem Masterstudium oder nach einem Quereinstieg mit Berufserfahrung bezeichnen.

Der Stepstone Gehaltsreport 2026 nennt für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit weniger als einem Jahr Berufserfahrung ein Mediangehalt von 46.250 Euro brutto jährlich. Zum Vergleich: Personen mit mehr als zehn Jahren Berufserfahrung kommen laut Stepstone auf rund 59.500 Euro.

Eine andere aktuelle Auswertung von kununu kommt für Berufseinsteiger mit 0 bis 3 Jahren Erfahrung auf rund 43.021 Euro brutto pro Jahr. Die Unterschiede zwischen den Plattformen zeigen, warum Einstiegsgehälter immer als Orientierung und nicht als garantiertes Gehalt verstanden werden sollten.

Einstiegsgehälter nach Bildungsweg

Der Bildungsabschluss beeinflusst die Gehaltsmöglichkeiten, ist aber nicht der einzige Faktor. Laut aktuellen kununu-Daten liegen die durchschnittlichen Gehälter unter anderem bei:

Höchster Bildungsabschluss Durchschnittliches Jahresgehalt
Promotion 91.476 €
Diplom 77.045 €
Master 66.137 €
Berufsakademie 60.458 €
Meister 57.496 €
Bachelor 56.736 €
Höhere Fachschule 55.579 €
Fachhochschulreife 48.497 €
Abitur 47.247 €
Berufsausbildung/Lehre 44.256 €

Diese Werte sind keine Einstiegsgehälter, sondern durchschnittliche Gehälter nach höchstem Bildungsabschluss. Sie zeigen jedoch, wie stark sich Bildungsweg und Qualifikation langfristig auf das Einkommen auswirken können.

Ausbildung kann sich finanziell lohnen

Ein Studium ist nicht automatisch der einzige Weg zu einem hohen Einkommen. Bestimmte Ausbildungsberufe bieten bereits wenige Jahre nach dem Abschluss attraktive Gehälter.

Beispiele aus der Stepstone-Auswertung 2026 sind Chemikant/in, Kaufmann/-frau für Digitalisierungsmanagement, Fluggerätmechaniker/in, operationstechnische Assistenz, Pflegefachkraft und mathematisch-technische Softwareentwicklung.

Gerade in tarifgebundenen Branchen können Fachkräfte nach einigen Berufsjahren und mit zusätzlichen Qualifikationen deutlich höhere Einkommen erreichen.

Gehaltsvergleich nach Berufserfahrung

Das Gehalt steigt häufig mit zunehmender Berufserfahrung. Das zeigt auch der Stepstone Gehaltsreport 2026.

Berufserfahrung Mediangehalt laut Stepstone
weniger als 1 Jahr 46.250 €
11–25 Jahre 59.000 €
mehr als 10 Jahre, Report-Gesamtwert 59.500 €

Allerdings verläuft die Gehaltsentwicklung nicht bei jedem Beruf gleich. In einigen Branchen sind die größten Gehaltssprünge bereits in den ersten Berufsjahren möglich, während andere Berufe erst mit Spezialausbildung, Führungsverantwortung oder langjähriger Berufserfahrung deutlich besser bezahlt werden.

Warum unterscheiden sich Gehälter so stark?

Das Gehalt eines Berufs lässt sich nicht allein anhand der Berufsbezeichnung bestimmen. Besonders wichtig sind:

1. Beruf und Spezialisierung

Ein allgemeiner kaufmännischer Beruf kann deutlich niedriger bezahlt werden als eine hoch spezialisierte Tätigkeit in IT, Finanzen oder Technik.

2. Berufserfahrung

Erfahrung erhöht häufig den Marktwert. Das gilt insbesondere für Fachkräfte mit schwer ersetzbarem Spezialwissen.

3. Unternehmensgröße

Große Unternehmen zahlen häufig höhere Gehälter als kleine Betriebe. Stepstone nennt für Unternehmen mit mehr als 5.000 Beschäftigten ein Mediangehalt von 63.000 Euro gegenüber 48.800 Euro bei Unternehmen mit 1 bis 50 Beschäftigten.

4. Region

Auch der Standort spielt eine wichtige Rolle. Süddeutsche Bundesländer sowie Hamburg gehören laut Stepstone zu den Regionen mit besonders hohen Mediangehältern. Ostdeutsche Bundesländer liegen im Vergleich häufig niedriger.

5. Tarifvertrag

Tarifgebundene Arbeitgeber können bei Fachkräften für transparente und teilweise attraktive Gehaltsstrukturen sorgen. Das betrifft beispielsweise große Teile des öffentlichen Dienstes, der Industrie und bestimmter Gesundheitsberufe.

6. Personalverantwortung

Führungskräfte verdienen im Durchschnitt mehr. Stepstone weist für Beschäftigte mit Personalverantwortung ein Mediangehalt von 62.000 Euro aus, gegenüber 51.300 Euro ohne Personalverantwortung.

Durchschnittsgehalt oder Median: Was ist besser?

Für einen Gehaltsvergleich ist der Median häufig aussagekräftiger als der arithmetische Durchschnitt.

Angenommen, zehn Personen verdienen zwischen 35.000 und 60.000 Euro, während eine elfte Person 500.000 Euro verdient. Der Durchschnitt steigt dadurch stark an. Der Median verändert sich wesentlich weniger.

Deshalb arbeitet die Bundesagentur für Arbeit im Entgeltatlas mit dem Medianentgelt. Der Entgeltatlas stellt die monatlichen Bruttoentgelte von Berufen nach Deutschland und Ländern dar.

Für die persönliche Gehaltsverhandlung sollte deshalb möglichst der Median eines vergleichbaren Berufs betrachtet werden.

Gehaltsvergleich 2026: So findest du deinen Marktwert

Wer wissen möchte, ob das eigene Gehalt angemessen ist, sollte nicht einfach das allgemeine Durchschnittsgehalt von rund 4.784 Euro brutto verwenden. Sinnvoller ist eine Kombination aus:

  1. genauer Berufsbezeichnung,
  2. Berufserfahrung,
  3. Ausbildungs- oder Studienabschluss,
  4. Branche,
  5. Unternehmensgröße,
  6. Bundesland beziehungsweise Arbeitsort,
  7. Personalverantwortung,
  8. Tarifbindung und
  9. tatsächlicher Tätigkeitsbeschreibung.

Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit eignet sich besonders für einen berufsbezogenen Vergleich. Der Gehaltsrechner von Destatis ermöglicht zusätzlich eine individuellere Betrachtung anhand von Beruf, Branche, Ausbildung und weiteren Merkmalen.

Fazit: Was ist 2026 ein gutes Gehalt in Deutschland?

Ein pauschales „gutes Gehalt“ gibt es nicht. Als grobe Orientierung liegt das aktuelle deutsche Vollzeit-Durchschnittsgehalt bei rund 4.784 Euro brutto im Monat, während das Medianentgelt der Bundesagentur für Arbeit für 2025 bei 4.217 Euro lag.

Berufseinsteiger können je nach Ausbildung, Studium, Branche und Position mit sehr unterschiedlichen Einkommen rechnen. Während manche Ausbildungsberufe bereits Einstiegsgehälter von rund 50.000 Euro ermöglichen, liegen andere Berufe deutlich darunter.

Für eine realistische Gehaltsbewertung ist deshalb die Kombination aus Beruf + Berufserfahrung + Region + Qualifikation + Branche entscheidend. Wer diese Faktoren berücksichtigt und zusätzlich den Median statt nur den Durchschnitt betrachtet, erhält für 2026 eine wesentlich bessere Einschätzung des eigenen Marktwerts.

Quellen und weiterführende Informationen

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