Die genaue Zahl leerstehender Büros in München ist – ähnlich wie in anderen Städten – nicht als einzelne offizielle „Stückzahl“ verfügbar. Stattdessen wird der Leerstand über Flächen (Quadratmeter) und die Leerstandsquote gemessen. Daraus lässt sich jedoch eine sehr klare Größenordnung ableiten.
1. Aktuelle Leerstandsquote in München
Für 2026 zeigen aktuelle Marktberichte:
- Leerstandsquote: etwa 8,6 % (Anfang 2026)
- in 2025 teilweise sogar bis zu rund 9–10 % in schwächeren Lagen
Das entspricht einem deutlichen Anstieg gegenüber früheren Jahren. (Cushman & Wakefield)
Auch für Ende 2025 werden Werte um 9,7 % Leerstand genannt. (Süddeutsche.de)
2. Wie viele Büroflächen stehen leer?
Umrechnung auf Flächen:
- rund 1,9 Millionen Quadratmeter Bürofläche leer (2026) (Cushman & Wakefield)
Das ist eine sehr große Fläche – vergleichbar mit mehreren hundert großen Bürokomplexen.
3. Wie viele einzelne Büros bedeutet das?
Eine exakte Anzahl einzelner Büros gibt es nicht, aber man kann grob schätzen:
- typisches Büro: ca. 15–25 m² pro Arbeitsplatz
- größere Büroeinheiten deutlich mehr
Bei rund 1,9 Mio. m² Leerstand ergibt sich:
grob 80.000 bis 120.000 mögliche Büroarbeitsplätze, die aktuell leer stehen könnten
Wichtig: Das sind keine „Einzelbüros“, sondern eine rechnerische Größenordnung.
4. Warum steht so viel leer?
Mehrere Faktoren spielen zusammen:
1. Strukturwandel durch Homeoffice
Viele Unternehmen brauchen weniger Fläche als früher.
2. Flucht in Top-Lagen
Während moderne Innenstadtbüros gefragt bleiben, stehen ältere Objekte häufiger leer. (Süddeutsche.de)
3. Veraltete Gebäude
Nicht alle Flächen sind energetisch oder technisch noch zeitgemäß nutzbar.
4. Wirtschaftliche Zurückhaltung
Unternehmen optimieren Büroflächen und verlängern Mietentscheidungen.
5. Gleichzeitig: kein kompletter Nachfragemangel
Wichtig ist der Kontrast:
- moderne Büros in guten Lagen sind weiterhin stark gefragt
- Spitzenmieten steigen sogar weiter
- Leerstand betrifft vor allem ältere oder schlecht gelegene Gebäude
Das bedeutet: Der Markt ist nicht „leer“, sondern stark gespalten.
6. Einordnung
Im Jahr 2026 kann man für München zusammenfassen:
- etwa 8–9 % Leerstand im Bürosegment
- rund 1,9 Millionen m² ungenutzte Bürofläche
- strukturelles Problem eher als reiner Nachfrageeinbruch
Fazit
In München stehen 2026 nicht einfach „ein paar Büros“, sondern eine erhebliche Fläche leer. Die Größenordnung entspricht zigtausenden potenziellen Arbeitsplätzen, verteilt auf viele Gebäude.
Gleichzeitig ist der Markt stark differenziert: Während Top-Büros gefragt bleiben, kämpfen ältere Bestände zunehmend mit Leerstand.
Quellen
- https://www.jll.de/de/trends-and-insights/research/muenchen-bueromarktbericht (jll.de)
- https://www.cbre.de/press-releases/top-5-bueromaerkte-mit-unterschiedlicher-dynamik-zum-jahresauftakt-2026 (cbre.de)
- https://www.cushmanwakefield.com/de-de/germany/news/2026/04/office-leasing-market-munich (Cushman & Wakefield)
- https://www.sueddeutsche.de/muenchen/ (Süddeutsche.de)
Wenn du möchtest, kann ich dir auch aufschlüsseln, in welchen Münchner Stadtteilen der Leerstand am höchsten ist oder wie sich das im Vergleich zu Berlin oder Frankfurt entwickelt.